Work-Life-Balance*

März 2021
Material: Weißdornholz, Tonklinker
Höhe: 29 cm


Mein Freund Thomas fand das gute Stück in der Okertalsperre und brachte es mir mit.
Da es mir nach Weißdorn aussieht, den es im Harz reichlich gibt, vermute ich, dass es einer war.
Rund 65 Jahre wurde das Holz vom Wasser bearbeitet und gestaltet.

Spontan sprach es mich gar nicht so an, doch beim Drehen und Wenden entdeckte ich diese spannende Position. Ein Klinkerbruchstück aus der Ilse schien mir optimal zu passen, allerdings war die Standfläche nach kurzem Planschleifen viel zu dünn für eine Verschraubung von unten. Geschickterweise hat das Objekt aber hinten rechts eine abgerundete 1 cm lange Verlängerung. Also bohrte ich ein entsprechendes Loch in den Klinker und nutzte die Verlängerung als Dübel. Mein Spezialkleber tat ein Übriges.

Dann stand es auf der Wohnzimmerfensterbank und meine innere Auseinandersetzung begann.
Das mühsam ausbalancierte Gleichgewicht tat es mir an und so landete ich bei „Work-Life-Balance“.

Wie gut, dass es diesen Begriff seit einigen Jahren gibt, dass vermehrt darauf geachtet wird.
Eigentlich sind es nur etwa 40 Stunden von 168 in der Woche, und doch nimmt die Arbeit oft viel zu viel Raum ein.

Bei Wikipedia las ich:„Teils wird hervorgehoben, dass es bei Work-Life-Balance darum gehe, die Bedeutung der Arbeit in eine geeignete Perspektive zum Leben als Ganzes zu rücken.“
Ich denke auch an diese bekannte Frage: „Lebst du, um zu arbeiten, oder arbeitest du um zu leben?“

Durch eine Therapie-Aufgabe in einer Reha entdeckte ich, dass mein Wohlbefinden total davon abhing, wie es in meiner Arbeit als Pastor lief. Das erschreckte mich. Und das wollte ich so nie wieder.
Es gibt doch noch so viel mehr im Leben!
Doch die Balance bleibt eine Herausforderung.

Work-Life-Balance*
Work-Life-Balance*

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